Zum Inhalt

Begriffe & Abkürzungen

Dieses Glossar erklärt alle wichtigen Feuerwehr-Begriffe und Abkürzungen, die du für die MTA brauchst. Jeder Begriff enthält eine Erklärung und ein Praxisbeispiel.

Nutzung

Nutze die Suchfunktion (oben rechts) oder scrolle durch die alphabetisch sortierte Liste.


A

ABC-Gefahrstoffe

Erklärung: Atomare, Biologische und Chemische Gefahrstoffe. Gefährliche Substanzen, die spezielle Schutzmaßnahmen erfordern.

Beispiel: Bei einem LKW-Unfall mit auslaufendem Diesel ist das ein chemischer Gefahrstoff (C). Die Feuerwehr sichert die Einsatzstelle und verhindert, dass der Diesel ins Grundwasser gelangt.


Absperren

Erklärung: Einsatzstelle gegen unbefugtes Betreten sichern, meist mit Absperrband oder Verkehrsleitkegeln.

Beispiel: Bei einem Verkehrsunfall auf der Landstraße sperrt die Feuerwehr die Fahrbahn ab, damit keine weiteren Fahrzeuge in die Unfallstelle fahren.


Absturzsicherung

Erklärung: Maßnahmen, um das Abstürzen von Personen oder Geräten zu verhindern (z. B. Feuerwehrhaltegurt, Leinen).

Beispiel: Ein Feuerwehrmann arbeitet auf dem Dach. Er trägt einen Feuerwehrhaltegurt, der mit einem Seil am Schornstein gesichert ist – das ist die Absturzsicherung.


Achterknoten

Erklärung: Einfacher, sicherer Knoten, der ein Seilende gegen Durchrutschen sichert (Endacht) oder als Schlaufe dient (Bucht-Achter).

Beispiel: Du willst ein Seil an einem Hydranten befestigen. Mit einem Bucht-Achter schaffst du eine sichere Schlaufe, die sich nicht zuzieht.


AGT (Atemschutzgeräteträger)

Erklärung: Feuerwehrangehöriger mit Atemschutz-Ausbildung, der unter Atemschutz in verrauchte Bereiche vorgehen darf.

Beispiel: Bei einem Wohnungsbrand gehen nur AGTs mit umluftunabhängigem Atemschutzgerät ins verrauchte Gebäude vor.


Alarmierung

Erklärung: Benachrichtigung der Feuerwehr über einen Einsatz, meist über Funkmeldeempfänger (Piepser) oder Sirene.

Beispiel: Dein Piepser gibt einen Alarm aus: „Brand 1 – Wohngebäude – Hauptstraße 12". Du fährst sofort zum Feuerwehrhaus.


Angriffsweg

Erklärung: Der Weg, auf dem der Angriffstrupp zur Brandbekämpfung vorgeht.

Beispiel: Bei einem Kellerbrand ist der Angriffsweg die Kellertreppe. Der Angriffstrupp legt den Schlauch über diese Treppe ins Brandgeschoss.


Angriffstrupp

Erklärung: Trupp (2 Personen), der als erster zur Einsatzstelle vorgeht, um zu löschen oder zu retten.

Beispiel: Der Gruppenführer befiehlt: „Angriffstrupp zur Menschenrettung vor!" Die beiden Feuerwehrleute gehen mit C-Rohr und Atemschutz ins brennende Haus.


AS (Atemschutz)

Erklärung: Gerät zum Schutz der Atemwege vor giftigen Gasen, Rauch oder Sauerstoffmangel.

Beispiel: Bei einem Brand trägt der Angriffstrupp Atemschutz (Pressluftatmer), um nicht am Rauch zu ersticken.


Atemschutzüberwachung

Erklärung: Kontrolle der Atemschutzgeräteträger während des Einsatzes (Luftvorrat, Zeit, Position).

Beispiel: Der Atemschutzüberwacher notiert: „Trupp 1 ist um 14:32 Uhr mit 300 bar vorge​gangen." Er rechnet, wann der Trupp zurück sein muss.


Ausrüstung, Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Erklärung: Gesamtheit der Schutzkleidung und -ausrüstung eines Feuerwehrangehörigen.

Beispiel: Deine PSA besteht aus: Feuerwehrstiefel, Überhose, Jacke, Helm, Handschuhe, Feuerwehrgurt.


B

B-Schlauch

Erklärung: Schlauch mit 75 mm Durchmesser, wird für große Wassermengen verwendet (z. B. Wasserversorgung vom Hydranten zum Fahrzeug).

Beispiel: Der Wassertrupp legt zwei B-Schläuche vom Hydranten zum Löschfahrzeug, um die Pumpe mit Wasser zu versorgen.


BA (Brandbekämpfung auf Außenangriff)

Erklärung: Löschen von außen, ohne das Gebäude zu betreten.

Beispiel: Das Dach brennt lichterloh. Die Feuerwehr löscht von außen mit dem Wenderohr, ohne ins Gebäude zu gehen (Außenangriff).


Bereitstellung

Erklärung: Position, an der Fahrzeuge und Mannschaft auf den Einsatzbefehl warten.

Beispiel: Das Löschfahrzeug stellt sich 50 Meter vor dem brennenden Haus auf und wartet auf die Befehle des Einsatzleiters.


BFV (Bezirksfeuerwehrverband)

Erklärung: Organisation der Feuerwehren auf Bezirksebene (in Bayern gibt es 7 Bezirke).

Beispiel: Goldkronach gehört zum BFV Oberfranken.


BMA (Brandmeldeanlage)

Erklärung: Automatische Anlage, die Rauch oder Hitze erkennt und die Feuerwehr alarmiert.

Beispiel: In einem Bürogebäude löst die BMA aus, weil jemand in der Küche etwas anbrennen lässt. Die Feuerwehr rückt aus.


Brand

Erklärung: Feuer, das außer Kontrolle geraten ist und Menschen, Tiere oder Sachwerte gefährdet.

Beispiel: Ein Adventskranz gerät in Brand und entzündet die Gardinen – das ist ein Brand, die Feuerwehr wird gerufen.


Brandklasse

Erklärung: Einteilung brennbarer Stoffe nach ihrem Aggregatzustand (A, B, C, D, F).

Beispiel: Holz brennt → Brandklasse A; Benzin brennt → Brandklasse B.


Brandklasse A

Erklärung: Feste, glutbildende Stoffe (Holz, Papier, Textilien).

Beispiel: Ein Papierkorb brennt – Brandklasse A. Löschen mit Wasser oder Schaum.


Brandklasse B

Erklärung: Flüssige oder flüssig werdende Stoffe (Benzin, Öl, Wachs).

Beispiel: Benzin läuft aus einem Kanister und brennt – Brandklasse B. Löschen mit Schaum, CO₂ oder Pulver (NICHT mit Wasser!).


Brandklasse C

Erklärung: Gasförmige Stoffe (Erdgas, Propan, Wasserstoff).

Beispiel: Eine Gasflasche hat ein Leck und brennt – Brandklasse C. Löschen durch Absperren der Gaszufuhr.


Brandklasse D

Erklärung: Brennbare Metalle (Aluminium, Magnesium).

Beispiel: Magnesiumspäne in einer Werkstatt brennen – Brandklasse D. Löschen mit speziellem Metallbrandpulver (NICHT mit Wasser!).


Brandklasse F

Erklärung: Speiseöle und Fette (Friteusen, Pfannen).

Beispiel: Fett in einer Fritteuse brennt – Brandklasse F. Löschen mit Fettbrandlöscher oder Deckel (NIEMALS mit Wasser → Fettexplosion!).


Brandrauch

Erklärung: Giftiges Gemisch aus Gasen, Ruß und Partikeln, das bei der Verbrennung entsteht.

Beispiel: Rauch ist die Hauptgefahr bei Bränden! Er ist heiß (bis 1000°C), giftig (Kohlenmonoxid) und nimmt die Sicht.


Brandwache

Erklärung: Überwachung einer gelöschten Einsatzstelle, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Beispiel: Nach dem Löschen eines Scheunenbrands bleibt ein Trupp 2 Stunden zur Brandwache vor Ort.


Brennbar

Erklärung: Stoff, der sich entzünden und verbrennen kann.

Beispiel: Holz, Papier, Benzin sind brennbar. Stein, Metall (außer Klasse D) sind nicht brennbar.


BS (Berufsfeuerwehr)

Erklärung: Feuerwehr, deren Mitglieder hauptberuflich angestellt sind (im Gegensatz zur Freiwilligen Feuerwehr).

Beispiel: Die Berufsfeuerwehr München hat 24/7 Wachdienst, während die FF Goldkronach ehrenamtlich arbeitet.


C

C-Rohr / C-Schlauch

Erklärung: Schlauch mit 42 oder 52 mm Durchmesser, für den Innenangriff und kleinere Brände.

Beispiel: Der Angriffstrupp geht mit einem C-Rohr (42 mm) und Hohlstrahlrohr ins brennende Zimmer vor.


CM-Rohr (Mehrzweckstrahlrohr)

Erklärung: Strahlrohr, das verschiedene Strahlformen ermöglicht (Vollstrahl, Sprühstrahl).

Beispiel: Mit dem CM-Rohr kannst du von Vollstrahl (weite Reichweite) zu Sprühstrahl (Kühlung, Eigenschutz) wechseln.


D

Dekon (Dekontamination)

Erklärung: Reinigung von Personen, Geräten oder Flächen nach Kontakt mit Gefahrstoffen.

Beispiel: Nach einem Chemieunfall müssen Einsatzkräfte durch eine Dekon-Schleuse, wo sie abgewaschen werden.


DIN 14034

Erklärung: DIN-Norm für Feuerwehr-Schläuche (Größen, Kupplungen).

Beispiel: Alle B-Schläuche in Deutschland haben 75 mm Durchmesser – geregelt durch DIN 14034.


DLK (Drehleiter mit Korb)

Erklärung: Feuerwehrfahrzeug mit ausziehbarer, drehbarer Leiter und Korb zur Menschenrettung oder Brandbekämpfung aus der Höhe.

Beispiel: Bei einem Brand im 4. Stock wird die DLK ausgefahren, um Personen über den Korb zu retten.


Druckschlauch

Erklärung: Schlauch, der Wasser unter Druck transportieren kann.

Beispiel: B- und C-Schläuche sind Druckschläuche, Saugschläuche sind es nicht.


E

Eigenschutz

Erklärung: Schutz der eigenen Person vor Gefahren.

Beispiel: Bevor du in ein brennendes Haus gehst, ziehst du Atemschutz an – das ist Eigenschutz.


Einheit

Erklärung: Organisatorische Gliederung der Feuerwehr (Trupp, Staffel, Gruppe, Zug).

Beispiel: Eine Gruppe ist eine Einheit aus 9 Personen (1 Gruppenführer + 4 Trupps).


Einsatzabschnitt

Erklärung: Räumlich oder funktional abgegrenzter Teil einer Einsatzstelle.

Beispiel: Bei einem Großbrand gibt es Abschnitt Süd (Brandbekämpfung) und Abschnitt Nord (Wasserversorgung).


Einsatzbefehl

Erklärung: Klare, kurze Anweisung des Gruppenführers oder Einsatzleiters.

Beispiel: „Angriffstrupp zur Brandbekämpfung über Treppe vor – Einheit Wasser marsch!"


Einsatzleiter (EL)

Erklärung: Person, die den gesamten Einsatz leitet (meist der Kommandant oder ein erfahrener Gruppenführer).

Beispiel: Der Einsatzleiter koordiniert mehrere Fahrzeuge und entscheidet über die Einsatztaktik.


Einsatzstelle

Erklärung: Ort, an dem die Feuerwehr tätig wird.

Beispiel: Bei einem Wohnungsbrand ist die Einsatzstelle das Wohnhaus und die unmittelbare Umgebung.


Einsatzstellenhygiene

Erklärung: Maßnahmen, um die Belastung durch Schadstoffe (Ruß, Rauch) zu minimieren.

Beispiel: Nach dem Einsatz wäschst du dir sofort die Hände und das Gesicht, bevor du etwas isst.


ELW (Einsatzleitwagen)

Erklärung: Fahrzeug für die Einsatzleitung mit Funk, Kartenmaterial und Koordinationsmöglichkeiten.

Beispiel: Der ELW steht bei großen Einsätzen als mobile Kommandozentrale bereit.


Erkunden

Erklärung: Informationen über die Einsatzstelle sammeln (Lage, Gefahren, Zugang).

Beispiel: Der Gruppenführer erkundet: „Wo brennt es? Sind Personen in Gefahr? Wo ist der Hydrant?"


F

Fahrzeugkunde

Erklärung: Wissen über Feuerwehrfahrzeuge (Typen, Beladung, Bedienung).

Beispiel: Du lernst, wo auf dem LF 20 die Schläuche, Strahlrohre und Leitern verstaut sind.


FF (Freiwillige Feuerwehr)

Erklärung: Feuerwehr, deren Mitglieder ehrenamtlich tätig sind.

Beispiel: Die FF Goldkronach besteht aus freiwilligen Mitgliedern, die in ihrer Freizeit Dienst tun.


FMS (Funkmeldesystem)

Erklärung: System zur digitalen Statusmeldung von Fahrzeugen (z. B. „Ankunft an der Einsatzstelle").

Beispiel: Der Maschinist drückt FMS-Taste „3" (Ankunft), die Leitstelle weiß sofort Bescheid.


Fremdschutz

Erklärung: Schutz anderer Personen, Tiere oder Sachwerte.

Beispiel: Menschen aus einem brennenden Haus retten ist Fremdschutz.


Frontpumpe

Erklärung: Fest eingebaute Feuerlöschpumpe im Fahrzeug.

Beispiel: Das LF 20 hat eine Frontpumpe, die 2000 Liter Wasser pro Minute fördern kann.


Führungskraft

Erklärung: Person mit Führungsverantwortung (Truppführer, Gruppenführer, Zugführer, Einsatzleiter).

Beispiel: Der Gruppenführer ist die Führungskraft der Gruppe.


Funk

Erklärung: Drahtlose Kommunikation zwischen Einsatzkräften und Leitstelle.

Beispiel: „Florian Goldkronach 40/1 an Leitstelle, wir sind an der Einsatzstelle, kommen."


Funkrufname

Erklärung: Eindeutige Kennung für Fahrzeuge und Einheiten im Funkverkehr.

Beispiel: „Florian Goldkronach 40/1" ist das Löschfahrzeug der FF Goldkronach.


FwDV (Feuerwehr-Dienstvorschrift)

Erklärung: Offizielle Vorschrift, die bundesweit einheitliche Standards für die Feuerwehr festlegt.

Beispiel: FwDV 3 regelt die Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz (Truppaufstellung, Befehle).


FwG (Feuerwehrgesetz)

Erklärung: Landesgesetz, das Aufgaben, Rechte und Pflichten der Feuerwehr regelt (in Bayern: BayFwG).

Beispiel: Das FwG regelt, dass die Gemeinde eine Feuerwehr aufstellen und ausrüsten muss.


G

GAMS-Regel

Erklärung: Merkhilfe für Gefahrstoffeinsätze: Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung, Spezialkräfte anfordern.

Beispiel: LKW mit Chemikalien verunglückt → G: Gefahrzettel ablesen, A: 50m absperren, M: Verletzte retten, S: Gefahrgutzug anfordern.


Gefahrenbereich

Erklärung: Bereich an der Einsatzstelle, in dem akute Gefahr für Einsatzkräfte besteht.

Beispiel: Bei einem Brand ist der Gefahrenbereich das brennende Gebäude und die unmittelbare Umgebung.


Gefahrgutzug

Erklärung: Spezialisierte Einheit für Einsätze mit gefährlichen Stoffen (ABC).

Beispiel: Nach einem Chemieunfall rückt der Gefahrgutzug an, um die Stoffe zu identifizieren und zu beseitigen.


Gerätehaus

Erklärung: Gebäude, in dem Feuerwehrfahrzeuge und -geräte stationiert sind.

Beispiel: Nach der Alarmierung fährst du zum Gerätehaus, ziehst dich um und steigst aufs Fahrzeug.


Gerätekunde

Erklärung: Wissen über Feuerwehrgeräte (Funktion, Bedienung, Einsatz).

Beispiel: Du lernst, wie ein Hohlstrahlrohr funktioniert und wie du es richtig bedienst.


Gruppenführer

Erklärung: Führungskraft einer Gruppe (9 Personen), erteilt Einsatzbefehle.

Beispiel: Der Gruppenführer ruft: „Wassertrupp Wasserversorgung vom Hydranten!"


H

Halbmaske

Erklärung: Atemschutzmaske, die nur Mund und Nase bedeckt (für leichte Atemschutzgeräte).

Beispiel: Bei einem Filter-Atemschutzgerät trägt man eine Halbmaske.


HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug)

Erklärung: Kombination aus Löschfahrzeug und Rüstwagen, ausgestattet für Lösch- und technische Hilfeleistung.

Beispiel: Das HLF 20 hat Löschwasser, Pumpe, Schläuche und hydraulisches Rettungsgerät an Bord.


Hohlstrahlrohr

Erklärung: Strahlrohr, das einen kegelförmigen Wasserstrahl erzeugt (besser für Innenangriff).

Beispiel: Mit dem Hohlstrahlrohr kannst du gezielt Brandnester löschen und gleichzeitig die Umgebung kühlen.


Hydrant

Erklärung: Entnahmestelle für Löschwasser aus dem öffentlichen Wassernetz (Unterflur- oder Überflurhydrant).

Beispiel: Der Wassertrupp schließt einen B-Schlauch am Hydranten an, um Wasser zu entnehmen.


Hydranten-Standrohr

Erklärung: Gerät zum Öffnen und Nutzen eines Unterflurhydranten.

Beispiel: Der Wassertrupp setzt das Standrohr auf den Unterflurhydranten, öffnet ihn und kuppelt die Schläuche an.


I

ILS (Integrierte Leitstelle)

Erklärung: Zentrale, die Notrufe entgegennimmt und Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert.

Beispiel: Nach einem Notruf 112 disponiert die ILS die nächstgelegene Feuerwehr.


Innenangriff

Erklärung: Brandbekämpfung von innen, durch Vorgehen ins Gebäude.

Beispiel: Der Angriffstrupp geht mit Atemschutz und C-Rohr in die brennende Wohnung vor (Innenangriff).


J

Jugendfeuerwehr (JF)

Erklärung: Nachwuchsorganisation der Feuerwehr für Kinder und Jugendliche (ab 12 Jahren).

Beispiel: In der Jugendfeuerwehr lernst du spielerisch Feuerwehrwissen und Teamarbeit.


K

KBR (Kreisbrandrat)

Erklärung: Oberster Feuerwehrmann eines Landkreises.

Beispiel: Der KBR koordiniert bei Großschadenslagen mehrere Feuerwehren im Landkreis.


KBI (Kreisbrandinspektor)

Erklärung: Stellvertreter des Kreisbrandrats.

Beispiel: Der KBI unterstützt den KBR bei der Organisation von Lehrgängen.


Kommandant

Erklärung: Leiter einer Freiwilligen Feuerwehr, gewählt von den Mitgliedern.

Beispiel: Der Kommandant plant Übungen, bestellt Ausrüstung und leitet große Einsätze.


Kupplung (Storz)

Erklärung: Schnellverschluss für Feuerwehrschläuche (Storz-Kupplung in Deutschland Standard).

Beispiel: Du drehst die Storz-Kupplung um eine Vierteldrehung – schon sind zwei Schläuche fest verbunden.


KFV (Kreisfeuerwehrverband)

Erklärung: Organisation aller Feuerwehren eines Landkreises.

Beispiel: Goldkronach gehört zum KFV Bayreuth.


L

Lageerkundung

Erklärung: Feststellung der aktuellen Situation an der Einsatzstelle.

Beispiel: Der Einsatzleiter erkundet: „Welche Etage brennt? Sind Personen vermisst? Wo ist Wasser?"


Leiter (tragbare)

Erklärung: Tragbare Leiter zum Überwinden von Höhen (Steckleiter, Schiebleiter, Hakenleiter).

Beispiel: Die Steckleiter wird an der Hauswand angelegt, um durchs Fenster in den 1. Stock zu gelangen.


Leitstelle

Erklärung: Zentrale, die Notrufe entgegennimmt, Einsatzkräfte alarmiert und koordiniert.

Beispiel: Nach deinem Notruf 112 disponiert die Leitstelle die Feuerwehr Goldkronach.


LF (Löschgruppenfahrzeug)

Erklärung: Standard-Feuerwehrfahrzeug, ausgestattet für Löscheinsätze mit Wasser und Schaum.

Beispiel: Das LF 20 hat einen 2000-Liter-Wassertank und Platz für 9 Einsatzkräfte.


LFV (Landesfeuerwehrverband)

Erklärung: Dachorganisation aller Feuerwehren eines Bundeslandes.

Beispiel: Der LFV Bayern organisiert Landeswettbewerbe und erstellt Ausbildungsrichtlinien.


Löschangriff

Erklärung: Vorgehen zur Brandbekämpfung mit Wasser oder anderen Löschmitteln.

Beispiel: „Löschangriff über Treppe mit C-Rohr!" bedeutet: Angriffstrupp geht mit Schlauch die Treppe hoch und löscht.


Löschmittel

Erklärung: Stoff, der zum Löschen eingesetzt wird (Wasser, Schaum, Pulver, CO₂).

Beispiel: Wasser ist das häufigste Löschmittel, aber bei einem Fettbrand NICHT geeignet!


Löschwasserversorgung

Erklärung: Sicherstellung der Wasserversorgung für den Löscheinsatz.

Beispiel: Der Wassertrupp legt B-Schläuche vom Hydranten zum Fahrzeug – das ist die Löschwasserversorgung.


M

Mannschaft

Erklärung: Alle Feuerwehrangehörigen einer Einheit oder Wehr.

Beispiel: Die Mannschaft der FF Goldkronach besteht aus 50 aktiven Mitgliedern.


Maschinist

Erklärung: Feuerwehrangehöriger, der das Fahrzeug fährt und die Pumpe bedient.

Beispiel: Der Maschinist stellt die Pumpe auf 8 bar ein, damit der Angriffstrupp genug Wasserdruck hat.


Mastwurf

Erklärung: Einfacher Knoten zum Befestigen von Leinen an runden Gegenständen.

Beispiel: Du befestigst ein Seil am Hydranten mit einem Mastwurf – schnell, einfach, sicher.


Melder

Erklärung: Feuerwehrangehöriger, der die Verbindung zwischen Einsatzstelle und Leitstelle aufrechterhält.

Beispiel: Der Melder funkt zur Leitstelle: „Brandbekämpfung läuft, benötigen Drehleiter nach."


Menschenrettung

Erklärung: Höchste Priorität der Feuerwehr – Menschen aus Gefahrensituationen retten.

Beispiel: Bevor das Feuer gelöscht wird, rettet der Angriffstrupp zwei Personen aus dem 2. Stock.


MTA (Modulare Truppausbildung)

Erklärung: Standardisierte Grundausbildung für Feuerwehrangehörige in Bayern (seit 2014).

Beispiel: Nach der MTA bist du qualifiziert, als Truppmann im Einsatz zu arbeiten.


N

Nachforderung

Erklärung: Anfordern zusätzlicher Einsatzkräfte oder Geräte.

Beispiel: Der Einsatzleiter: „Leitstelle, wir benötigen eine Drehleiter und einen Rettungswagen nach."


Nachbarschaftshilfe

Erklärung: Unterstützung einer Feuerwehr durch benachbarte Wehren.

Beispiel: Bei einem Großbrand in Goldkronach helfen die Feuerwehren aus Nemmersdorf und Bayreuth mit.


Nebelstrahl

Erklärung: Fein zerstäubter Wasserstrahl zur Kühlung und zum Verdrängen von Rauch.

Beispiel: Im verrauchten Treppenhaus setzt der Angriffstrupp Nebelstrahl ein, um die Sicht zu verbessern.


O

Ordnung

Erklärung: Systematisches Verlegen von Schläuchen, Lagern von Geräten.

Beispiel: Nach dem Einsatz werden alle Schläuche sauber aufgerollt und geordnet im Fahrzeug verstaut.


Öffnen (von Gebäuden)

Erklärung: Gewaltsames oder technisches Öffnen von Türen, Fenstern, Dächern.

Beispiel: Die Tür ist verschlossen, die Feuerwehr öffnet sie mit hydraulischem Spreizer.


P

PA (Pressluftatmer)

Erklärung: Umluftunabhängiges Atemschutzgerät mit Pressluftflasche.

Beispiel: Der Angriffstrupp trägt PA (Pressluftatmer) mit 300 bar, um im Brandrauch atmen zu können.


PSA (Persönliche Schutzausrüstung)

Erklärung: Komplette Schutzkleidung (Stiefel, Hose, Jacke, Helm, Handschuhe, Gurt).

Beispiel: Bevor du aufs Fahrzeug steigst, ziehst du deine PSA vollständig an.


Pumpe

Erklärung: Gerät zum Fördern von Wasser (fest im Fahrzeug eingebaut oder als Tragkraftspritze).

Beispiel: Der Maschinist startet die Pumpe und baut Druck auf, damit Wasser aus den Strahlrohren kommt.


R

Rauchgasdurchzündung

Erklärung: Plötzliche Entzündung von Rauchgasen, wenn Sauerstoff zugeführt wird (z. B. durch Öffnen einer Tür).

Beispiel: Du öffnest die Tür → frische Luft strömt ein → Rauchgase entzünden sich explosionsartig (GEFAHR!).


Retten

Erklärung: Menschen oder Tiere aus einer Gefahrensituation befreien.

Beispiel: Die Feuerwehr rettet eine bewusstlose Person aus einer verrauchten Wohnung.


Rückzug

Erklärung: Kontrolliertes Verlassen der Einsatzstelle bei zu großer Gefahr.

Beispiel: Die Decke droht einzustürzen, der Einsatzleiter befiehlt: „Alle Trupps, sofortiger Rückzug!"


RW (Rüstwagen)

Erklärung: Fahrzeug mit technischem Gerät für Hilfeleistungen (Spreizer, Schere, Hebekissen).

Beispiel: Bei einem Verkehrsunfall bringt der RW das hydraulische Rettungsgerät mit.


S

Sammelplatz

Erklärung: Festgelegter Ort, an dem sich Einsatzkräfte nach dem Rückzug sammeln.

Beispiel: Nach dem Einsatz treffen sich alle Trupps am Sammelplatz beim Einsatzleitfahrzeug.


Saugschlauch

Erklärung: Starrer Schlauch zum Ansaugen von Wasser aus offenen Gewässern.

Beispiel: Das Löschfahrzeug saugt Wasser aus einem Bach mit Saugschläuchen an.


Schaum

Erklärung: Löschmittel aus Wasser + Schaummittel, bildet eine erstickende Schicht.

Beispiel: Bei einem Benzinbrand wird Schaum eingesetzt, um die Flammen zu ersticken.


Schlauchboot

Erklärung: Aufblasbares Boot für Wasserrettung.

Beispiel: Bei einer Hochwasserlage rettet die Feuerwehr Personen mit dem Schlauchboot.


Schlauchpaket

Erklärung: Vorgefertigtes Bündel aus zusammengekuppelten Schläuchen, einsatzbereit.

Beispiel: Der Angriffstrupp nimmt ein C-Schlauchpaket (3 Schläuche à 15m) und geht vor.


Sirene

Erklärung: Akustisches Alarmsignal für die Bevölkerung oder die Feuerwehr.

Beispiel: Die Sirene heult → Vollalarm → alle Feuerwehrmitglieder fahren zum Gerätehaus.


Staffel

Erklärung: Feuerwehr-Einheit mit 6 Personen (kleiner als Gruppe).

Beispiel: Ein TSF wird mit einer Staffel besetzt (1 Staffelführer + 5 Einsatzkräfte).


Standrohr

Erklärung: Gerät zum Öffnen und Nutzen von Unterflurhydranten.

Beispiel: Siehe „Hydranten-Standrohr"


Strahlrohr

Erklärung: Gerät am Ende eines Schlauchs, das den Wasserstrahl formt.

Beispiel: Das Hohlstrahlrohr erzeugt einen kegelförmigen Sprühstrahl.


T

TH (Technische Hilfeleistung)

Erklärung: Einsätze ohne Feuer (Verkehrsunfälle, Ölspuren, Türöffnungen, Sturmschäden).

Beispiel: Nach einem Autounfall befreit die Feuerwehr eingeklemmte Personen mit hydraulischem Rettungsgerät.


THL (Technische Hilfeleistung)

Erklärung: Siehe „TH"


TLF (Tanklöschfahrzeug)

Erklärung: Löschfahrzeug mit großem Wassertank (meist 2000-5000 Liter).

Beispiel: Das TLF 16/25 hat 2500 Liter Wasser an Bord und ist ideal für den ersten Löschangriff.


Tragkraftspritze (TS)

Erklärung: Mobile, motorgetriebene Feuerlöschpumpe.

Beispiel: Die TS wird an einen Bach gestellt, um Löschwasser zu fördern.


Trupp

Erklärung: Kleinste Einheit der Feuerwehr, bestehend aus 2 Personen (Truppführer + Truppmann).

Beispiel: Ein Trupp arbeitet niemals getrennt – immer zu zweit für gegenseitige Sicherung.


Truppführer

Erklärung: Erfahrenerer Feuerwehrangehöriger, der einen Trupp führt.

Beispiel: Der Truppführer geht voraus, der Truppmann sichert ab.


Truppmann

Erklärung: Feuerwehrangehöriger nach abgeschlossener MTA.

Beispiel: Nach der MTA bist du Truppmann und arbeitest unter Anleitung im Einsatz.


TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug)

Erklärung: Kleines Löschfahrzeug mit Tragkraftspritze, für 6 Personen (Staffel).

Beispiel: Das TSF ist ideal für kleine Wehren und schnelle Ersteinsätze.


U

Überflurhydrant

Erklärung: Hydrant, der oberirdisch sichtbar ist (rotes Standrohr).

Beispiel: In den USA sieht man oft bunte Überflurhydranten; in Deutschland sind Unterflurhydranten häufiger.


Übung

Erklärung: Regelmäßiges Training von Einsatzsituationen und Abläufen.

Beispiel: Jeden zweiten Freitag ist Übungsabend: Heute üben wir Leiterbau und Knoten.


Umkleiden

Erklärung: Bereich im Gerätehaus, wo die PSA angezogen wird.

Beispiel: Nach der Alarmierung läufst du in die Umkleide, ziehst deine PSA an und steigst aufs Fahrzeug.


Unterflurhydrant

Erklärung: Hydrant, der im Boden eingelassen ist (nur Deckel sichtbar).

Beispiel: Der Wassertrupp öffnet den Unterflurhydranten mit einem Standrohr und kuppelt die Schläuche an.


UVV (Unfallverhütungsvorschrift)

Erklärung: Vorschrift zur Vermeidung von Unfällen im Feuerwehrdienst.

Beispiel: Die UVV schreibt vor, dass beim Leiterbau immer eine Person die Leiter sichern muss.


V

Ventil

Erklärung: Absperr- oder Regelvorrichtung für Wasser oder Gas.

Beispiel: Der Maschinist öffnet das Ventil am B-Ausgang, damit Wasser zum Verteiler fließt.


Verletztentransport

Erklärung: Transport verletzter oder kranker Personen (meist durch Rettungsdienst, bei Bedarf Feuerwehr).

Beispiel: Die Feuerwehr trägt eine verletzte Person aus dem 3. Stock und übergibt sie dem Rettungsdienst.


Verteiler

Erklärung: Gerät, das einen Schlauch auf mehrere Schläuche aufteilt.

Beispiel: Ein B-Verteiler teilt einen B-Schlauch auf zwei C-Schläuche auf.


Vollstrahl

Erklärung: Gebündelter, kräftiger Wasserstrahl mit großer Reichweite.

Beispiel: Mit Vollstrahl kannst du aus 20 Metern Entfernung ein brennendes Dach löschen.


W

Wasser marsch

Erklärung: Kommando zum Öffnen des Wassers.

Beispiel: „Einheit Wasser marsch!" → Der Maschinist öffnet das Ventil, Wasser fließt.


Wasser halt / Wasser stop

Erklärung: Kommando zum Schließen des Wassers.

Beispiel: „Einheit Wasser halt!" → Der Maschinist schließt das Ventil.


Wasserentnahmestelle

Erklärung: Ort, an dem Löschwasser entnommen wird (Hydrant, Bach, Teich).

Beispiel: Der nächste Hydrant ist 100 Meter entfernt – das ist unsere Wasserentnahmestelle.


Wassertrupp

Erklärung: Trupp (2 Personen), der die Löschwasserversorgung sicherstellt.

Beispiel: Der Gruppenführer: „Wassertrupp Wasserversorgung vom Hydranten!" → Wassertrupp legt B-Schläuche.


Wenderohr

Erklärung: Großes, schwenkbares Strahlrohr auf dem Fahrzeugdach.

Beispiel: Das Wenderohr wird bei großen Bränden eingesetzt, um von außen mit viel Wasser zu löschen.


Z

Zubringerschlauch

Erklärung: Schlauch, der Wasser von einer Quelle zum Fahrzeug oder zur Einsatzstelle bringt.

Beispiel: Der Wassertrupp legt B-Schläuche als Zubringerschlauch vom Hydranten zum Fahrzeug.


Zug

Erklärung: Feuerwehr-Einheit aus mehreren Gruppen (ca. 18-22 Personen).

Beispiel: Bei einem Großbrand werden zwei Züge eingesetzt, um genug Einsatzkräfte zu haben.


Zugführer

Erklärung: Führungskraft eines Zuges.

Beispiel: Der Zugführer koordiniert die beiden Gruppen bei einem Großeinsatz.


Zweimannregel

Erklärung: Grundregel der Feuerwehr: Niemals allein arbeiten, immer mindestens zu zweit (Trupp).

Beispiel: Auch wenn du nur schnell etwas holen willst – warte auf deinen Truppführer, Zweimannregel!


Zusammenfassung

Du hast jetzt über 100 Begriffe kennengelernt! Nutze diese Seite als Nachschlagewerk während der gesamten MTA-Vorbereitung.

Lerntipp

  • Lies jeden Tag 10 Begriffe
  • Notiere dir unklare Begriffe und frage deinen Ausbilder
  • Nutze die Begriffe aktiv in Gesprächen mit Kameraden

Nächste Schritte

Jetzt bist du bereit für die Theorie! Weiter geht's mit:

  1. Ziele, Aufgaben & Werte
  2. Brennen & Löschen